Boxsport Menden 1928

200 Zuschauer verfolgen die Kämpfe der Mendener Sportler in der Walram Sporthalle gegen Bayer Leverkusen am 11.3.1990. Das Ergebnis von 8:12 für Leverkusen ist sekundär. Sportlich war die Veranstaltung ein Erfolg. Die Zuschauerresonanz ließ allerdings nach so langer Veranstaltungspause zu wünschen übrig. Es wurde wieder deutlich, das der Boxsport in einer Talsohle steckte und nur durch gute Öffentlichkeitsarbeit und positive Propaganda zu neuem Ruhm gelangen konnte.

Nach dieser Veranstaltung, die zugegebenermaßen sehr viel Mühe bereitete, wurde in Menden dem Publikum wieder 9 Jahre keine Veranstaltung geboten.
Die Durststrecke sollte sich noch ein paar Jahre fortsetzen.
Der Traum vom eigenen Box-Hochring mit dazugehöriger Heimat war noch Illusion.

In der Folgezeit reiften in Menden weitere Talente heran. Das Boxen wurde dank Gentleman Henry Maske Mitte der 90-iger Jahre wieder gesellschaftsfähig und erfährt im deutschen Profiboxen einen nicht mehr geglaubten Boom. Seriöse Boxmanager wie Sauerland und Kohl machen das Boxen auch für das Fernsehen interessant.

Die boxbegeisterte, heimische Familie Linstaedt, sorgt mit dafür, dass die Boxabteilung des SV Menden langfristig sportlich planen kann.

Die Linstaedt Brüder Thomas und Christoph erkämpfen in der Jugend- und Juniorenklasse Westdeutsche - und Bezirks - Meistertitel.
Einen weiteren Meistertitel gewinnt Simon Gerland bei den Senioren.

Der mehrfache Meisterboxer Thomas Linstaedt krönte seine Jugendkarriere mit dem 3. Platz bei den Internationalen Deutschen Juniorenmeisterschaften im Jahr 2000.

Beflügelt von den guten Leistungen der aktiven Kämpfer finden immer mehr boxbegeisterte Jugendendliche den Weg zum Training. Weitere Meistertitel sind die Folge. Selbst junge Frauen nehmen am Training teil und steigen in den Ring.
Die Boxabteilung festigt sich und zeigt sich als intakte Einheit, die sportlich und gesellschaftlich Figur zeigt.

„Wieder eigene Boxveranstaltungen durchführen!“ Der Traum wird Wirklichkeit. Die Stadt Menden stellt Ende 2000 die Schwittener Mehrzweckhalle zwecks Anbaumaßnahmen zur Lagerung eines Boxrings zur Verfügung. Fleißige Hände sind zur Stelle und helfen beim Bauen. Mitte 2001 ist die Anbau fertig.

Parallel dazu wird ein gebrauchter Boxhochring gekauft und restauriert.

Am 19.1.2002 ist es soweit. Unsere neue Heimat ist fertig gestellt.. Der Kampftag gegen
BSU Wuppertal wird ein voller Erfolg.
500 Besucher sorgen für prächtige Stimmung.

Bereits am 16.3.2002 folgt die zweite Veranstaltung in der Westliga gegen die KG Colonia 06/BC Siegburg. 400 Besucher haben ihr Kommen nicht bereut.

Am 23.11.2002 folgt die dritte Veranstaltung, ein Vergleichskampf gegen PSV Osnabrück. Auch dieses Mal freuen sich 400 Besucher über klasse Kämpfe und das tolle Ambiente.

Das anstehende
75-jährige Vereinsjubiläum der Boxabteilung des
SV Menden 1864 e.V. vom 28.3.2003 bis 30.3.2003 ist der Jahreshöhepunkt.
Eigens dazu wurden polnische Gäste aus der Boxhochburg Danzig eingeladen.
Der Boxvergleichskampf zwischen dem SV – Menden / KG Südwestfalen und
der KG Danzig am 29.3.2003 um 19 Uhr wurde der absolute Höhepunkt.
Die Boxdelegation aus Danzig waren 5 Tage Gäste der Mendener Boxer.


Es ist noch so manches erwähnenswert, was sich im Laufe der 75 Jahre seit Bestehen des BS Menden 28 ereignet hat.
Doch dieses alles hier wiederzugeben würde den Rahmen der Chronik sprengen.

Auch in den kommenden Jahren ist und wird noch einiges passieren...

Lassen Sie sich überraschen...


Vielen herzlichen Dank sagen wir Allen denen, die uns mit ihrem Rat und Tat unterstützt haben und uns auch weiterhin unterstützen werden.
Menden ist wieder eine Stadt, die Boxveranstaltungen anbietet. Diese Tatsache, mit dem großen Zuschauerzuspruch, mit dem tollen Flair, macht Menden einzigartig im Märkischen Kreis. Wir hoffen, das die Boxabende in der Mehrzweckhalle Menden - Schwitten nicht nur zu einem sportlichen Topereignis heranwachsen, sondern auch gesellschaftlich zusammen führen.